Als „erster Musher am Yukon“ genoss Holmes in Ruby ein Gourmet-Abendessen, das von Köchen der „Locally Grown Restaurants“ in Anchorage zubereitet wurde.
Auf der Speisekarte standen Crostini mit Räucherlachs, eine Suppe aus weißen Bohnen und Speck, Brunnenkresse-Salat, Boeuf Bourguignon und als Dessert ein Schokoladen-Pot-de-Crème.
Holmes lud den in Ruby ansässigen und langjährigen Iditarod-Freiwilligen Billy Honea ein, mit ihm zu speisen. Bei seiner Ankunft in Ruby kündigte Holmes seine 8-stündige Ruhepause im Yukon an. Er kam mit 15 Hunden an, wobei einer seiner größten Hunde als Passagier im Schlitten saß. Iditarod-Insider fing den Stolz und das Selbstvertrauen ein, das er in sein Hundeteam setzt, als er sagte:
„Das ist ein verdammt gutes Hundeteam. Wir haben gerade einen 70-Pfund-Hund hierhergezogen. Sie sind einfach voller Energie!“
Während er das Gourmetessen genoss, sagte Holmes, es sei nicht in seinem Plan gewesen, in Ruby zu bleiben. Doch nachdem er den ersten Gang mit dem Lachs-Dip genossen hatte, sagte er, von nun an sei es Teil seiner Strategie, als Erster den Yukon zu erreichen. Es war offensichtlich, dass Jessie das Essen und die Gesellschaft seines Gastes genoss.

Verfolgerinnen mit deutlichem Rückstand
Zwei Stunden nach Holmes traf Paige Drobny und drei Stunden später Mille Porsild in Ruby ein. Das Verfolgerfeld ist auf der langen Strecke von Cripple nach Ruby verteilt. Fünf Teams befinden sich im Moment noch auf den Weg nach Cripple.
Gen Galena
Der Abschnitt von Ruby nach Galena markiert den Einstieg in den majestätischen Yukon Fluss und gehört zu den psychologisch anspruchsvollsten Etappen des Iditarod.
Die etwa 80 Kilometer lange Strecke verläuft fast ausschließlich auf dem gefrorenen Flussbett des Yukon. Im Gegensatz zu den technisch schwierigen Gebirgspässen zuvor ist dieser Teil flach. Für die Hunde und Musher kann die endlose Weite des Flusses ermüdend wirken. Es gibt kaum visuelle Abwechslung, was die Navigation bei Schneetreiben oder Dunkelheit erschwert.
Die Wetter(Wind)verhältnisse
Da der Yukon ein breiter Korridor ist, fegt der Wind hier oft ungehindert über das Eis. Selbst bei klarem Himmel kann der Wind losen Schnee aufwirbeln und die Sicht auf die Markierungen (Tripods) fast auf null reduzieren. Die Temperaturen fühlen sich auf dem offenen Fluss deutlich kälter an als in den geschützten Waldstücken.
Trotz der Kälte ist Overflow (Wasser, das durch Risse im Eis nach oben gedrückt wird und unter der Schneedecke steht) ein ständiges Risiko.Musher müssen besonders darauf achten, dass die Pfoten der Hunde trocken bleiben, da gefrierendes Wasser in den Zwischenräumen zu Verletzungen führen kann.
Der Checkpoint Galena
Galena ist ein wichtiger Stützpunkt, der oft für längere Ruhepausen genutzt wird.
Der Checkpoint befindet sich meist in der Nähe des alten Militärstützpunktes oder in der „Old Town“ am Flussufer. Hier treffen die Musher auf eine sehr herzliche Community, die für ihre exzellente Versorgung der Teams bekannt ist. Dieser Abschnitt ist das „Warm-up“ für die kommenden hunderte Kilometer auf dem Yukon, bevor der Trail später Richtung Norden zur Küste abknickt.

