Auch im letzten Checkpoint vor dem Ziel in Nome ist Jesse Holmes mit einem komfortablen Vorsprung auf seine Verfolger eingefahren.
Erst vier Stunden nach ihm, traf Travis Beals in White Mountain ein. Dieser hatte wie auch Jeff Deeter, die lange auf dem zweiten Rang fahrende, Paige Drobny überholt. Wade Marrs war der fünfte Schlittenhundeführer, der nach White Mountain einfuhr.
Jesse Holmes hat die vorgeschriebene 8-Stunden inzwischen absolviert und befindet sich im Moment mit seinen 12 Hunden vor dem Schlitten auf dem letzten Streckenabschnitt.
„Ich werde mich jetzt etwas ausruhen“, sagte Holmes, während er sich noch um seine Hunde kümmerte. „Hoffentlich länger als je zuvor bei einem achtstündigen Zwischenstopp.“
Obwohl die Strecke zum Burled Arch technisch gesehen nur 77 Meilen beträgt, ist die Etappe von White Mountain nach Nome berüchtigt für ihre typischen starken Winde und andere unerwartete Gefahren.
„Man weiß nie, was diese letzte Etappe in puncto Wetter mit sich bringen kann“, sagte Holmes. „Wir haben das ganze Jahr über bei Wind trainiert. Wir haben während des gesamten Rennens Wind ausgehalten und blühen darin richtig auf. Wenn das Wetter also eine Herausforderung darstellt, werden wir sie einfach durchstehen und den Sieg nach Hause holen.“
Historisch gesehen gewinnt immer der Musher, der als Erster White Mountain erreicht. Holmes gelang dies letztes Jahr beim 53. Iditarod. Diesmal sagt er jedoch, er habe noch mehr gelernt, vor allem, was das Futter für die Welpen angeht.
„Ich habe wirklich viel über die Fütterung gelernt und darüber, wie viele Kalorien ich meinen Hunden tatsächlich zuführen kann“, sagte er. „Alle Tierärzte schwärmen von ihrer Flüssigkeitszufuhr“.

Hund verstorben
Inzwischen meldeten Medien in Alaska, dass ein Hund aus dem Team von Mille Porsild verstorben sein soll.
Porsilds Team war auf dem Weg zum Kontrollpunkt Elim. Laut Shannon Noonan, Marketing- und Kommunikationsleiterin des Iditarod, hatte Charley alle vor dem Rennen durchgeführten Untersuchungen und Tests durch zugelassene Tierärzte bestanden.
Charleys Leiche wurde nach Unalakleet geflogen, wo ein staatlich geprüfter Veterinärpathologe eine Obduktion durchführen wird, um die Todesursache festzustellen.
Die Iditarod-Regeln besagen, dass der Tod eines Hundes während des Rennens für den Musher den sofortigen freiwilligen Rückzug oder Ausschluss aus dem Rennen zur Folge hat. Noch ist Porsild aber in den Listen geführt.

Rokke im Ziel
Zuvor hatte der Expeditions Musher Rokke sein Rennen in Nome beendet. Thomas Waerner, der den Milliardär zuvor begleitet hatte, war wegen gesundheitlichen Problemen seiner Hunde in Unalakleet aus dem Rennen gegangen. Rokke beendet das Rennen dann nur noch mit Hilfe seiner Snowmobilfahrer.
Potts-Joseph ausgeschieden
Die Iditarod-Rookie Jody Potts-Joseph aus Eagle Village, Alaska, hat sich heute um 11:19 Uhr (Ortszeit) an der Tripod Flats Cabin, die zwischen Kaltag und Unalakleet liegt, im Interesse ihres Teams aus dem Iditarod 2026 zurückgezogen.

